Unser Konzept für den Odenwald

ÜWG – Wer wir sind und für was wir stehen.

Die ÜWG-Odenwaldkreis ist eine Vereinigung parteipolitisch ungebundener Bürgerinnen und Bürger, die sich seit mehr als 60 Jahren im Odenwaldkreis engagieren. Wir sind nicht gegen politische Parteien, welche auf Landes- und Bundesebene unverzichtbar sind. In der Kommunalpolitik sehen wir aber unsere Aufgabe darin, den Bürgerinnen und Bürgern eine politische Alternative zu bieten. Wir tun dies in der festen Überzeugung, dass Kommunalpolitik ausschließlich Sachpolitik ist und sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger zu orientieren hat!
Parteibuchkarrieren können wir nicht bieten und Parteiideologien sind uns fremd. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stehen für das „Ehrenamt“ und engagieren sich in Kirchen, Vereinen und sozialen Einrichtungen. Es ist unser Ansporn, die Entwicklung unserer Heimat mitgestalten zu dürfen. Als Ansprechpartner, Sachwalter und Sprachrohr der parteipolitisch freien und ungebundenen Bürgerinnen und Bürger des Odenwaldkreises wollen wir uns auch in Zukunft dieser Verantwortung stellen.
Wir, die ÜWG Odenwaldkreis wollen unseren Teil dazu beitragen, am besten gemeinsam mit Ihnen und mit Ihrer Unterstützung die Zukunft tragfähig zu gestalten. Nachfolgend stellen wir Ihnen unsere Lösungsansätze vor. Auf dieser Basis wollen wir unser kommunalpolitisches Handeln in den kommenden fünf Jahren ausrichten.

 

Finanzen

Die Verschuldung zu Lasten unserer Kinder muss ein Ende haben. Für die Zukunft des Odenwaldkreises ist ein konsequenter Abbau der aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstandenen Verschuldung dringend geboten. Mit dem Beitritt unter den Rettungsschirm ist ein erster Schritt zur Konsolidierung der Kreisfinanzen getan.

Die ÜWG fordert darüber hinaus:

  • Eine nachhaltige, sparsame und wirtschaftliche Haushaltsführung
  • Ein transparentes Wirtschaften
  • Den Abbau von Doppelstrukturen beim Erfüllen von Kreisaufgaben
  • Die Rückführung von kreiseigenen Gesellschaften unter die Kontrolle des Kreistages und der Öffentlichkeit

Wirtschaft, Handel, Handwerk

Handel, Handwerk und Gewerbe haben eine große Tradition im Odenwaldkreis. Deren nachhaltige Stärkung und Förderung stellen unverzichtbare Leitsätze unserer Politik im Odenwaldkreis dar.
Bei uns ansässige Unternehmen sind umfassend zu unterstützen, um deren Fortbestand zu sichern und den Erhalt der Arbeitsplätze im Odenwald nachhaltig zu gewährleisten. Die kreiseigene OREG muss sich neben ihren Aktivitäten zur Förderung der Wirtschaft und Neuansiedelungen stärker als bisher auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

 

Verkehr

Das bestehende flächendeckende Verkehrsangebot ist auf Dauer vorzuhalten. Wir brauchen eine intelligente Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger, um das Angebot aufrecht zu erhalten. Ziel der Verkehrspolitik des Odenwaldkreises muss darüber hinaus eine deutliche Reduzierung der Fahrzeiten in die Ballungszentren (Begegnungsverkehr auf der Schiene, nicht nur in Bahnhöfen) und eine verbesserte Anbindung in den Abend- und Nachtstunden sein.
Parallel dazu hat auch der Individualverkehr für die ÜWG einen hohen Stellenwert. Wenn wir schon keine Autobahn im Odenwaldkreis haben, so ist das bestehende Straßennetz nachhaltig zu verbessern und zu unterhalten. Das Schaffen von optimierten Verbindungen, zum Beispiel ins Maintal und an die Bergstraße, werden von der ÜWG unterstützt und mitgetragen.

 

Land- und Forstwirtschaft, Freizeit und Tourismus

Zur Bewahrung unserer Odenwälder Naturlandschaft sind intakte land- und forstwirtschaftliche Betriebe eine unabdingbare Voraussetzung. Dies ist nicht zuletzt auch eine bedeutender Beitrag zum Verbraucher- und Umweltschutz sowie ein weiterer Baustein wirtschaftlicher Betätigung.
Das Bewahren unserer Naturlandschaft im Odenwaldkreis stellt auch eine stabile Grundlage für Weiterentwicklung des Freizeit- und Tourismusgewerbes dar. Die Zusammenarbeit und Vernetzung über Landesgrenzen hinaus sind hierfür wichtige Erfolgsfaktoren; dies gilt unter anderem auch für den weiteren Ausbau unseres Radwegenetzes.

 

Unsere Kinder – unsere Hoffnung – unsere Zukunft

Die ÜWG ist sich bewusst, dass die für Bildung anstehenden Ausgaben Investitionen in die Zukunft sind. Gerade unsere Situation im ländlichen Raum fordert – aufgrund des demographischen Wandels – besondere Konzepte, um auch unsere kleineren Gemeinden lebenswert zu erhalten.
Wir unterstützen mit Nachdruck die Initiative der Freien Wähler Hessen, die über ein Volksbegehren für eine kostenfreie Betreuung in den Kindertagesstätten kämpfen. Dadurch würde in Zukunft sichergestellt sein, dass sich jeder Normalverdiener einen KiTa-Platz für sein Kind und somit eine Familie leisten kann.
Die ÜWG steht für den Erhalt der kleinen Schulen. Die Anforderungen an die Schulen haben sich aber durch die Forderung nach Ganztagsbetreuung, Inklusion und Integration drastisch erhöht. Es bleibt von Fall zu Fall vor Ort zu prüfen, ob auch die kleinsten Schulen diesen neuen Aufgaben gerecht werden können.
Die ÜWG fordert den Aufbau eines Netzwerks mit allen Bildungsträgern im Odenwaldkreis um Synergieeffekte nutzen zu können.

 

Standortsicherung für das Kreiskrankenhaus

Mit dem Gesundheitszentrum Odenwaldkreis verfügen wir über eine moderne zukunftsweisende Einrichtung, deren Existenz gesichert werden muss. Wir fordern deshalb, dass der Odenwaldkreis das Krankenhaus in einer strukturierten Form finanziell unterstützt und damit dauerhaft auf eine gesunde Basis stellt. Für die ÜWG gilt: „Was medizinisch nachhaltig ausgestattet ist, muss auch finanziell nachhaltig ausgestattet werden“.

 

Hausarztversorgung im Odenwaldkreis

Die wohnortnahe hausärztliche Versorgung ist ein zentrales Anliegen der ÜWG. Dort, wo dies nicht mehr aus privater Initiative heraus gewährleistet werden kann, muss über innovative Lösungen die Gesundheitsversorgung, auch mit Unterstützung durch die öffentliche Hand, sichergestellt werden.

 

Flüchtlinge / Asylsuchende

Für unsere ÜWG-Odenwaldkreis gilt der Grundsatz der Integration. Wir unterstützen alle Helferinnen und Helfer und alle Maßnahmen, um die Menschen, die zu uns kommen, in unsere Gesellschaft aufzunehmen. Wer bei uns eine neue Heimat sucht, muss auch bereit sein, die Grundlagen unseres Zusammenlebens, d.h. die Werte unsers Grundgesetzes zu übernehmen. Von Bund und Land erwarten wir eine ausreichende finanzielle Unterstützung der Kommunen und europaweit eine gerechte Lastenverteilung.

 

Interkommunale Zusammenarbeit

Auch im Ländlichen Raum haben die Bürgerinnen und Bürger das Recht auf eine bedarfsgerechte öffentliche Infrastruktur, wie Kindergärten, Schulen, ärztliche Versorgung, altengerechte Angebote und kundenfreundliche Verwaltungsdienstleistungen. Gleichzeitig verändert sich durch den demografischen Wandel die Bevölkerungsstruktur dramatisch und die Finanzierbarkeit dieses Angebotes wird immer schwieriger. Eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit kann hier die Qualität von Angeboten steigern und neue finanzielle Spielräume schaffen.
Wir von der ÜWG werden diese Ansätze aktiv unterstützen. Hierbei ist uns als ÜWG bewusst, dass Innovationen und Veränderungen stets mit den Bürgerinnen und Bürgern zu erfolgen haben.

 

Energiewandel – Förderung von erneuerbaren Energien

Die ÜWG hat sich in den letzten Jahren für eine maßvolle und strukturierte Nutzung der Windenergie im Odenwaldkreis eingesetzt und die Schaffung einer Flächennutzungsplanung „Windenergie“ aktiv unterstützt. Mit Unverständnis und großem Bedauern haben wir die anscheinend politisch bedingte Ablehnung der Planung durch das Regierungspräsidium Darmstadt zur Kenntnis genommen. Als ÜWG stehen wir mit aller Entscheidung gegen eine unstrukturierte „Verspargelung“ unseres schönen Odenwaldes.