Ungerechtigkeit endlich beenden: ÜWG fordert kostenloses Hessenticket für alle Schülerinnen und Schüler

In einem Resolutionsantrag an den Kreistag forderte die ÜWG, endlich eine eklatante Ungerechtigkeit bei der kostenfreien Schülerbeförderung abzuschaffen. Sie will ein kostenloses Schülerticket Hessen für alle Schülerinnen und Schüler, und zwar unabhängig von der derzeit noch geltenden Entfernungsregel zwischen Wohnort und Schule.

Schülerinnen und Schüler, die im Besitz des Schülerticket Hessen sind, können damit nicht nur zu ihrer Schule fahren, sondern es auch hessenweit für Fahrten nutzen. Kostenlos erhält das Schülerticket Hessen aber nur, wessen Schulweg zur Grundschule länger als zwei Kilometer ist, zu weiterführenden Schulen länger als drei Kilometer.

Es ist völlig unverständlich, weshalb der Zugang zu einem kostenfreien, hessenweit gültigen Schülerticket an der Entfernung zur Schule festgemacht wird. Bei Schulausflügen müssen die einen für die Fahrt bezahlen, weil sie zu nahe an der Schule wohnen, während die anderen ihr hessenweit gültiges, kostenloses Schülerticket nutzen. Die Schulen erwarten auch Aktivitäten außerhalb der Schulzeiten: Kinder ohne Schülerticket müssen dann für ihre Fahrten zu den Mitschülern bezahlen.

Die ÜWG fordert außerdem, das kostenfreie Schülerticket Hessen Schülerinnen und Schüler auch über die Jahrgangsstufe 10 hinaus zu gewähren. Schülerinnen und Schüler, die nach der 10. Klasse weiterhin zur Schule gehen und ein Gymnasium oder berufliche Schulen besuchen, werden momentan benachteiligt. Kindern von Familien mit kleineren Einkommen wird der Weg zur höheren Berufsfachschule, sowie zum Abitur erschwert. Darum fordert die ÜWG das kostenfreie Schülerticket Hessen auch für Schülerinnen und Schüler der Oberstufen von Gymnasien, Fach- und Fachoberschulen sowie Berufsschulen.

Die Hessische Landesregierung ist dazu aufgefordert, den im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigungsgrundsatz umzusetzen und allen Schülerinnen und Schülern das kostenfreie Schülerticket Hessen zur Verfügung zu stellen.

Dem Wunsch nach einem hessenweiten 365-Euro-Ticket für alle Menschen schließt sich die ÜWG an. Das sollte jedoch nicht davon ablenken, die bestehende, eklatante Ungerechtigkeit bei kostenfreien Schülerbeförderung abzuschaffen.